Offene Probe BANTU

© Antoine Tempé

Fr 25.09.26, 19:30

60 Jahre Schauspielhaus

Pina Bausch Zentrum under construction, Bundesallee 260, Wuppertal

Mit Germaine Acogny, Gregory Maqoma und Tänzer*innen des Ensembles

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Die internationale Produktion wird eines der vier zentralen Handlungsfelder des Pina Bausch Zentrums sein. Wir freuen uns riesig, dass zum 60. Geburtstag des Schauspielhauses Germaine Acogny in Residence mit ihrer Company bei uns arbeitet. Auf dem Weg zwischen Ruhrtriennale und Amsterdam hat die Tanzlegende aus dem Senegal Wuppertal und das Pina Bausch Zentrum under construction als Wunschort ausgewählt. Wir danken der Ruhrtriennale für die Kooperation.

Dort sind mit Josephine und Bantu „die neuesten Werke zweier kraftvoller choreografischer Stimmen zu erleben, die Geschichte nicht illustrieren, sondern aufbrechen. In beiden Stücken steht der Körper als Archiv kolonialer Vorstellungswelten, Geschichte, Widerstand und Neudefinition im Mittelpunkt.“

Bei der offenen Probe erleben wir Auszüge aus BANTU mit dem fantastischen Ensemble. Wer den ganzen Abend erleben möchte, sollte sich noch schnell eines der letzten Ticktes für As we are in der Gebläsehalle, Landschaftspark Duisburg-Nord, sichern.

Gregory Maqoma entwickelt  Bantu, eine Choreografie für zwölf Tänzer*innen aus unterschiedlichen Traditionen, die ihre Kunst in einer lebensfrohen Verbundenheit zusammenführen, als Hommage an die Einflüsse von Germaine Acogny und ihrer École des Sables. Bantu geht auf den Ursprung des Wortes zurück: Menschsein und Verbundenheit. Bantu ist ein Fest des Lebens, ohne dabei die soziale Realität des Kontinents außer Acht zu lassen. Es ist ein energiegeladenes Tanzstück, das nach universeller Menschlichkeit strebt.

CARTE BLANCHE À GERMAINE ACOGNY: Sie gilt als die Mutter des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes, überdies ist sie eine der wichtigsten künstlerischen Stimmen des gesamten Kontinents. Verwurzelt in traditionellen westafrikanischen Tänzen und mit Blick auf europäische Choreografien, entwickelte sie ihre ganz eigene Technik. Mittlerweile ist Acogny seit mehr als 50 Jahren auf internationalen Bühnen und als Lehrerin junger Tänzer*innen im Senegal sowie weltweit aktiv.

In dem von ihr und Helmut Vogt gegründeten Tanzzentrum École des Sables gibt sie ihr Wissen weiter. Ein mit der Pina Bausch Foundation organisiertes Fellowship kümmert sich um Bildung und Förderung. 2019/2020 entstand common ground[s] • Das Frühlingsopfer als eine Gemeinschaftsproduktion von Pina Bausch Foundation, École des Sables und Sadler's Wells.

Bantu ist eine Koproduktion von The Joyce Theater New York, Théâtre de la Ville de Paris, und Théâtres de la Ville du Luxembourg.

Zu den Künstler*innen Gernaine Acogny und Gregory Maqoma

Germaine Acogny gilt weltweit als die „Mutter" des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes. Sie tanzt, choreografiert und unterrichtet auf der ganzen Welt und ist zu einer einflussreichen Botschafterin des afrikanischen Tanzes geworden. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Helmut Vogt gründete sie 2004 die École des Sables, das internationale Zentrum für traditionelle und zeitgenössische afrikanische Tänze in Toubab Dialaw, Senegal. Zwischen 1977 und 1982 war sie künstlerische Leiterin von MUDRA AFRIQUE (Dakar), gegründet von Maurice Béjart und dem senegalesischen Präsidenten und Dichter Léopold Sédar Senghor. Für ihr künstlerisches Schaffen erhielt die Tanz-Ikone Germaine Acogny zahlreiche internationale Auszeichnungen, darunter 2021 den Goldenen Löwen der Tanzbiennale von Venedig für ihr Lebenswerk.

Gregory Maqoma ist Spezialist für Bewegung in den Bereichen Tanz, Theater, Mode, Oper, Film, Fernsehen, Musik sowie für die Produktion von Live-Shows für Veranstaltungen und nationale und internationale Tourneen. Seine Liebe zum Tanz hat ihn dazu gebracht, sich auch der Konzeption und Produktion von Theaterinszenierungen, Filmen und Künstler*innen zu widmen. Gregory Vuyani Maqoma wurde am 16. Oktober 1973 in Soweto geboren und begann sich Ende der 1980er Jahre für den Tanz zu interessieren, um den zunehmenden politischen Spannungen an seinem Geburtsort zu entfliehen.