UNE PENSÉE À ENCERCLER

© Kenji Shinohe

So 29.03.26, 18:00

Residenz Präsentation

Eintritt frei

Pina Bausch Zentrum under construction, Bundesallee 260, Wuppertal

Bénédicte Billiet und Sophia Otto präsentieren erste Ergebnisse ihrer aktuellen Residenz im Pina Bausch Zentrum under construction.

Nach Entre-temps au grenier ist Une pensée à encercler (Arbeitstitel) die zweite choreographische Zusammenarbeit von Bénédicte und Sophia als Mutter und Tochter. Sie beschäftigen sich mit der Frage, was der Körper erinnert und weitergibt, wenn neues Leben entsteht - mit Mutterschaft als körperliche Erfahrung und den Spuren vorangegangener Leben im Körper eines neuen Menschen, mit Geburt, Transformation, Bindung und Ent-Bindung.

Was nehmen wir von vorangegangenen Generationen mit in unser Leben, was bleibt übrig und was möchten wir weitergeben? Welche Erinnerungen speichert unser Körper?

Eine kleine Gruppe von Müttern haben uns bei der Recherche unterstützt und begleiten uns auf der Bühne.

Diese Arbeit entsteht in Kollaboration mit dem Schauspielkollektiv Lüneburg, dem Pina Bausch Zentrum under construction und dem INSEL e.V. 

In dieser Werkschau möchten wir einen kleinen Einblick in unsere aktuelle und vorangegangene Arbeit geben und mit dem Publikum dazu in Austausch kommen.

Dauer: eine kleine Stunde

Bénédicte Billiet wurde 1954 in Lilles, Frankreich, geboren. Nach einer klassischen Tanzausbildung am Conservatoire National de Paris tanzte sie an der Opéra de Lyon bis 1975. Zurück in Paris wurde sie Mitglied der modernen Tanzkompanie von Peter Goss. Als freiberufliche Tänzerin arbeitete sie außerdem insbesondere mit Dominique Bagouet, Jean Gaudin, Claudine Allegra und Francois Verret. 1981 zog Bénédicte nach Deutschland, um dem Tanztheater Wuppertal unter der Leitung von Pina Bausch beizutreten, wo sie bis zum Jahr 1989 als Tänzerin arbeitete. 2001 kehrte sie zum Tanztheater zurück, um gemeinsam mit Beatrice Libonati und Jo Ann Endicott die Proben des Projekts „Kontakthof mit Damen und Herren ab ‚65'" zu leiten. Später arbeitete sie mit Jo Ann Endicott gemeinsam an der Wiederaufnahme des Stücks mit Teenagern ab 14. Seitdem arbeitete Bénédicte bis 2020 sowohl als Co- Probenleiterein für die Wiederaufnahmen verschiedener Repertoirestücke des Tanztheaters.

Sophia Otto wurde 1993 in Wuppertal geboren und sammelte ihre ersten wichtigen Bühnenerfahrungen als Mitglied des Juniorensembles von Pina Bauschs « Kontakthof mit Teenagern ab ‘14’ ». Nach ihrem Abitur studierte Sophia zeitgenössischen Tanz am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz Köln und an der Folkwang Universität der Künste Essen, wo sie 2018 mit einem Bachelor of Arts abschloss. Seitdem arbeitet Sophia als freiberufliche Tänzerin für Choreogrph:innen und Kompanien wie José Vidal & Cía, Alexandra Pirici, Jean Laurent Sasportes, Theater der Klänge, XXTanztheater, Amanda Coogan und Sasha Waltz & guests, sowie als Co-Choreographin und Tänzerin des Ensembles Europa Danzante und als choreographische Leitung des Krux-Kollektivs. Sie ist ebenso pädagogisch tätig und entwickelt in unterschiedlichen Konstellationen eigene choreographische Arbeiten. 2024 Als Probenassistenz arbeitete sie 2024 für das Projekts „Kontakthof - echoes of ‚78’“, einer Koproduktion des Sadler’s Wells Theatre mit der Pina Bausch Foundation und dem Tanztheater Wuppertal unter der Leitung von Meryl Tankard. Gemeinsam mit Bénédicte Billiet gründete Sophia 2019 die Cie Entretemps zur Entstehung des Stücks „Entre-temps au grenier“.