Inner Tools – Brutal Poetry
Mi 29.04.26, 17:00-20:00
Pina Bausch Zentrum under construction, Bundesallee 260, Wuppertal
Umkostenbeitrag: 15 Euro / ermäßigt 8 Euro
Julio César Iglesias Ungo über seine Arbeitsweise:
Inner Tools – Brutal Poetry basiert auf drei wesentlichen Säulen, die uns zu einem tieferen Verständnis unserer selbst führen – sowohl als Performer*innen wie auch als Menschen. Diese Methode ist eine Reise der Selbstakzeptanz, des Überschreitens eigener Grenzen und des Annehmens dieses Prozesses.
1. Funktionalität: Den Körper verstehen und bewohnen
Die erste Säule der Inner Tools-Methode wurzelt in der Körperwahrnehmung. Es geht nicht darum, sich den physikalischen Gesetzen zu widersetzen, sondern sie anzunehmen und zu verstehen, wie unser Körper funktioniert, bis dieses Wissen zum Instinkt – zur Intuition – wird.
Durch konkrete körperliche Übungen schaffen wir Werkzeuge, um diese Funktionalität zu erforschen. „Nichts ist Zufall – es geschieht, weil wir es wollen.“ Hier trifft Präzision auf Achtsamkeit, und der Körper wird zum Instrument der Absicht.
2. Illusion: Projizieren, nicht zeigen
Wir sind nicht daran interessiert, die Arbeit hinter der Bewegung zu zeigen – wir wollen die Illusion projizieren. Wie ein Zauberer: Wenn der Trick sichtbar ist, ist die Magie verloren. Diese zweite Phase konzentriert sich darauf, die Anstrengung zu verbergen, damit die Bewegung der Illusion, der Emotion, dem Bild dient. Der Körper ist in Aktion, aber was das Publikum wahrnimmt, ist Poesie.
3. Dein inneres Gefäß füllen: Deine Essenz einprägen
Jede körperliche Übung bei Inner Tools ist wie ein leeres Gefäß – eine Form, die darauf wartet, gefüllt zu werden. In dieser Phase geht es darum, deine Essenz in jede Handlung einfließen zu lassen: deine Energie, deine Persönlichkeit, deine innere Farbe.
Es geht nicht darum, Schritte zu wiederholen, sondern den Prozess zu verinnerlichen. Du führst keine Bewegung aus – du wirst zu ihr. Entfessle dein inneres Tier.
Inner Tools sind in den grundlegenden Bedingungen des Menschseins verwurzelt. Es ist ein Weg zur Schaffung von Werkzeugen, die es uns ermöglichen, Verantwortung für unsere Handlungen und Emotionen zu übernehmen, unser volles Potenzial zu entfalten und uns dessen voll bewusst zu werden. Diese Methode stellt das JETZT in den Mittelpunkt der Praxis – eine intuitive Suche, die sich durch körperliche und geistige Zustände bewegt, um Zugang zu authentischem Ausdruck zu finden. Es ist eine Reise nach innen und nach außen, eine performative Erforschung des Selbst. Die Zukunft ist jetzt. Willkommen bei Brutal Poetry.
Julio Iglesias Ungo studierte von 1995 bis 2001 an der E.N.A. in Havanna und machte seinen Abschluss als professioneller Tänzer, Lehrer und Choreograf. Er war Solotänzer und Hauschoreograf bei Danza Contemporánea de Cuba, arbeitete als Tänzer u. a. mit Wim Vandekeybus / Ultima Vez, Samir Akika und Renegade zusammen. Er choreografierte zahlreiche eigene Arbeiten, unter anderem in Kuba, Kolumbien und Mexiko, für das Bolshoi Dance Festival in Moskau, Unusual Symptoms, Pottporus und Renegade.
Der Workshop richtet sich an professionelle Tänzer*innen, Studierende und Hip-Hop-begeisterte Jugendliche ab 13 Jahren. Er findet statt im Kontext der Gastspiele von El Vacio und La Cura am 5. und 6. Mai. Zum ersten Mal gastiet die Compañía Colombiana de Danza Contemporánea in Deutschland. Die . Die Choreografien stammt von Urban Art-Spezialist Julio César Iglesias Ungo aus Kuba, der bereits 2025 mit zwei Produktionen bei uns zu Gast war. Spannender urbaner und zeitgenössischer Tanz treffen aufeinander.
Das Gastspiel und der Workshop werden realisiert Dank der freundlichen Unterstützung des Goethe-Instituts.
Am 29.04. ist Welttanztag! https://www.iti-germany.de/weltverband/welttanztag