What about Connection?
Fr 06.11.26, 14:00-22:15
Pina Bausch Zentrum under construction, Bundesallee 260, Wuppertal
KOMBITICKET 6.11.2026 für Workshop, Showing, Vortrag und Konzert: 15,- € zzgl. VVK-Gebühr
Wie können Verbindung, Verbundenheit und Zugehörigkeit möglich und erfahrbar werden? Dieser Frage widmet sich die vierte Ausgabe der Schule des Erlebens von Donnerstag, 5. bis Sonntag, 8. November 2026 in Wuppertal und Düsseldorf. Die Reihe wurde von dem Düsseldorfer Choreografen Ben J. Riepe und Team entwickelt und führt Perspektiven aus Wissenschaft, Kunst und somatischer Praxis zusammen. Der Körper steht im Mittelpunkt. In einer Zeit, die von Beschleunigung, Digitalisierung und Vereinzelung gekennzeichnet ist, sind Menschen gleichzeitig so stark miteinander vernetzt wie nie zuvor. Und doch erleben sie Einsamkeit, Entfremdung und den Verlust von Gemeinschaft. Die Schule des Erlebens nimmt diese Spannung mit dem diesjährigen Leitgedanken What about Connection? zum Ausgangspunkt.
Den Auftakt macht die Schule des Erlebens am 5. und 6. November im Pina Bausch Zentrum under construction in Wuppertal. Mit dem Leitgedanken passt das Labor von Ben J. Riepe ausgezeichnet zu unserem Thema Gemeinschaft - community – im Jahre 2026 und bildet zugleich den Auftakt von FRAGILE 2026. Am 7. und 8. November wechselt die Veranstaltung in das Studio Ben J. Riepe, den FREIRAUM und den Künstlerverein Malkasten nach Düsseldorf. Neben den öffentlichen Veranstaltungen gibt es zahlreiche Workshops u.a. für Studierende der beteiligten Hochschulen.
Weitere Informationen:
www.benjriepe.com
06.11.26, 14:00 – 18:00: Workshop „Was verbindet uns? – Von der Gruppe zur Gemeinschaft“ / Patricia Carolin Mai
Wie entstehen Verbindungen zwischen Menschen? Was braucht es, damit aus einer Gruppe eine Gemeinschaft wird, ohne die Individualität des Einzelnen zu verlieren? Patricia Carolin Mai, Choreografin und künstlerische Leiterin der MAI:COMPANY, und Lea Hufnagel, Tänzerin der Company, geben mit einem performativen Ausschnitt aus HAMONIM – Was die Masse bewegt Einblick in ihre Arbeit. Ausgehend davon erforschen die Workshopteilnehmenden mit Bewegungsaufgaben und kurzen „Scores“ das Wechselspiel zwischen Individuum und Kollektiv. Sie erkunden Schutzmechanismen und Formen des Zusammenhalts, handeln gemeinsame Entscheidungen aus und entwickeln aus individuellen Impulsen eine Choreografie. So werden Vertrauen, Resilienz und gemeinschaftliches Tun körperlich erfahrbar.
Ob mit oder ohne tänzerische Vorerfahrung – alle Körper, Perspektiven und Erfahrungen sind willkommen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung bis zum 2. Nov unter billy@benjriepe.com
06.11.26, 19:30 – 20:00: Showing „Was uns bewegt“ / Patricia Carolin Mai
Was entsteht, wenn Menschen Bewegung miteinander teilen? Die zuvor in einem Workshop erarbeitete Choreografie bildet die Grundlage für das Showing. Es wird erfahrbar, wie aus individuellen Impulsen eine gemeinsame Bewegung und aus einer Gruppe eine Gemeinschaft entsteht. Die Körper treten miteinander in Beziehung und verdichten sich zu einer kollektiven Präsenz, in der die Individualität aller Beteiligten spürbar bleibt. Das Publikum erlebt, wie durch Bewegung Verbindung und Vertrauen als Grundlage für Begegnung und gemeinschaftliches Handeln wachsen können. Die Hamburger Choreografin Patricia Carolin Mai erforscht in ihren generationenübergreifenden und partizipativen Arbeiten Bewegung als empowernde Praxis und stellt Teilhabe und körperliche Vielfalt in den Mittelpunkt.
06.11.26, 20:15 – 21:00, Vortrag „Über Klang als Verbindung zwischen Welten“ / Bernd Brabec de Mori
Kann Klang eine Verbindung zu Welten schaffen, die jenseits des unmittelbar Sichtbaren liegen? Der Musikethnologe Bernd Brabec de Mori nimmt uns mit in unterschiedliche rituelle Klangwelten. Er fragt, welche Rolle Musik und Stimme dabei spielen, Beziehungen zwischen Menschen, Natur und anderen Formen des Seins herzustellen. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der wissenschaftlichen Erforschung indigener Musikkulturen und Heilpraktiken im Amazonasgebiet.
06.11.26, 21:15 – 22:15 Konzert Bára Gísladóttir & Skúli Sverrisson
Die isländische Musikerin Bára Gísladóttir ist eine der gefragtesten Komponistinnen ihrer Generation und als Grenzgängerin bereits vielfach mit Preisen gewürdigt. Im Duett mit dem isländischen Bassgitarristen Skúli Sverrisson fasziniert die Kontrabassistin mit ihrem Spiel – voller Intimität und Weite, Klarheit und Dichte, Zerbrechlichkeit und Intensität. Hier treffen zwei stilistische Weltenwandler*innen aufeinander und öffnen akustische und imaginäre Räume. Ihre künstlerische Begegnung ist von großer Offenheit geprägt, ihre Musik ein fortwährendes Werden.
Eine Veranstaltung von Ben J. Riepe, gefördert durch die Kunststiftung NRW, das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf sowie das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und in Kooperation mit den beteiligten Orten und Hochschulen und dem Festival FRAGILE 2026 Wuppertal. Mit Dank an das FFT für die Unterstützung.