COMMON SPACES – Räume der Gemeinschaft

© Paula Herff

Fr 10.07.26, 19:00-23:00

Sa 11.07.26, 12:00-21:00

Pina Bausch Zentrum under construction, Bundesallee 260, Wuppertal
Eintritt frei

Wie entstehen Orte, an denen Menschen gerne zusammenkommen? Studierende der Bergischen Universität Wuppertal aus den Fächern Industrial Design, Kunst und Architektur entwickeln im Rahmen der Ausstellung Common Spaces. Räume der Gemeinschaft im Pina Bausch Zentrum under construction Beiträge zu räumlichen Strukturen, gemeinschaftlichem Essen, performativen Situationen und Manifesten sowie zu Fragen nachhaltigen Wohnens und Lebens.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gestaltung Begegnung, Austausch und gemeinsames Handeln ermöglichen kann. Aus unterschiedlichen Ansätzen entstehen Formen und Situationen, die Gemeinschaft nicht nur thematisieren, sondern herstellen: offen, nutzbar, verhandelbar und in Bewegung.

Das Projekt versteht gemeinschaftliche Räume als offenes Feld: Deshalb treten die Beiträge der Studierenden unterschiedlicher Fächer in Dialog mit künstlerischen Interventionen, Performances und Arbeiten eingeladener Künstler*innen und weiterer Akteur*innen.

Die Videoarbeit Kras û fistan – Der Stoff von Havîn Al-Sîndy erweitert dieses Feld um eine Recherche zu fast in Vergessenheit geratenen Halay-Gruppentänzen in der kurdischen Kultur zwischen Tradition, politischem Aktivismus, Feiern, Trauern und Widerstand.

Weitere künstlerische Interventionen von Sebastian Bartel, mackerinnenanstalt, Katharina Maderthaner, Linda Nadji, Lukas Ülger und Heinrich Weid beziehen sich auf Gemeinschaft, Begegnung oder speziell auf den Ort.

Initiiert und begleitet wird das Projekt von Katharina Maderthaner (BUW) in Zusammenarbeit mit Bettina Milz und Franziska Hartmann (PBZ), Martina Fineder, Nora Karl (BUW) sowie Linda Nadji (BUW).

Freitag, 10. Juli 2026, 19:00–23:00 Uhr

Dinner, Manifeste und Situationen

Essen wird zum Anlass für eine festliche Begegnung: Studierende der Bergischen Universität Wuppertal laden zu einem Abend mit gemeinsamem Kochen und Essen, Manifesten, Handlungen, installativen Momenten und Beisammensein ein. Zugleich öffnen künstlerische Interventionen eingeladener Künstler*innen weitere Perspektiven auf Gemeinschaft, Begegnung und den Ort.  

Samstag, 11. Juli 2026, 12:00–21:00 Uhr

Performances_BSB presents Peers and Pioneers rotting on a Sofa

Blue Sugar Boundaries (BSB), eine 2024 von Sonja Heim, Marie Schubert, Viktoria Feierabend und Linda Skellington gegründete Band und Künstler*innenkollektiv, setzt sich mit Themen wie Scham, Verletzlichkeit und den Erwartungen auseinander, die sowohl an Darsteller*innen als auch an das Publikum gestellt werden. Aus dieser fortlaufenden Auseinandersetzung heraus wurden zwölf Teilnehmer*innen aus Düsseldorf und London eingeladen, kurze Performances auf einem hoch aufragenden skulpturalen Sofaturm zu präsentieren.

Unter dem Titel BSB presents Peers and Pioneers Rotting on a Sofa präsentiert sich das Projekt in Form von zwölf kurzen Performances über den Tag verteilt, die von Zaubertricks und musikalischen Interventionen bis hin zu experimentellen Aktionen und spontanen Gesten reichen. Der Sofaturm funktioniert gleichzeitig als Bühne, Skulptur, Versammlungsort und soziale Architektur.

Ausgehend von Traditionen der Performancekunst, Happenings und partizipativen Praktiken hinterfragt die Arbeit etablierte Unterscheidungen zwischen Darsteller*innen und Zuschauer*innen. Indem Blue Sugar Boundaries einen Gegenstand, der mit Komfort, Intimität und Passivität assoziiert wird, in einen Ort des öffentlichen Auftretens verwandelt, schafft es einen Rahmen, in dem Akte der Enthüllung, des Zögerns, des Scheiterns und des Ausdrucks sichtbar werden. Das Projekt versteht Performance nicht als Demonstration von Können, sondern als einen gemeinsamen Zustand – einen, in dem Gleichgesinnte und Pionier*innen gleichermaßen mit den Unsicherheiten des Gesehenwerdens umgehen.

Mitwirkende:

Studierende der Bergischen Universität aus den Fächern Industrial Design, Architektur und Kunst

Havîn Al-Sîndy
Blue Sugar Boundaries und weitere Akteur*innen
Sebastian Bartel
mackerinnenanstalt Katharina Maderthaner
Linda Nadji
Christian Schreckenberger
Lukas Ülger
Heinrich Weid

Entlang der B7 in Wuppertal verbinden sich nun zwei Begegnungsorte: die Kunsthalle Barmen und das Pina Bausch Zentrum under construction. Blue Sugar Boundaries und das Kollektiv mackerinnenanstalt bewegen sich zwischen beiden — mit einer Installation in der Kunsthalle Barmen im Rahmen der Ausstellung Merry Company – Formen von Gemeinschaft (bis 13.09.26) und einem Auftritt im Pina Bausch Zentrum under construction.